Frühjahrstour zur Egge

12. März 2016 | Von | Kategorie: Aktuelles

Die ganze Woche über war das Wetter ziemlich gut. Öfters Sonne, aber kalt. Da seit 12 Tagen der meteorologische Frühling begonnen hatte, sollte es endlich zum ersten Mal losgehen. Andreas wollte sein „neues“ Rad ausprobieren, das einen neuen, kleineren Rahmen bekommen hatte.

Am Samstag Morgen war es kalt, 2 Grad zeigte das Thermometer. Gegen 10 Uhr hatten wir schon 6 Grad, wärmer sollte es aber nicht werden. Spontan entschieden wir uns, zur Egge zu fahren. Egge ist ein Ortsteil von Aerzen und befindet sich auf über 200 m Höhe direkt an der Grenze zum Läppischen Bergland, Nord-Rhein-Westfalen schließt also unmittelbar an.

Bis zur Weserbrücke in Fuhlen folgten wir dem Weserradweg. Von den typischen Reiseradfahrern die ab dem Frühjahr hier unterwegs sind war weit und breit noch keine Spur. Nur einmal kam uns eine kleine Gruppe älterer Radfahrer – dick verpackt – entgegen. In Fuhlen ging es über die Weserbrücke Richtung Hemeringen. Ab hier ging es bergauf. Wir radelten jetzt genau auf die Berge zu. In Wahrendahl kamen wir an dem samstags schon länger geschlossenen Restaurant Forellenthal vorbei.

Weiter hinauf geht es in Serpentinen bis zum Berghaus. Dann wieder auch in Serpentinen bergab bis Flakenholz, ab hier jetzt richtig steil bergauf. Ab der Hauptstraße dann wieder leicht bergab bis zum Landgasthaus Specht in Egge. Die Parkplätze waren alle belegt, das lässt nichts Gutes ahnen. Einen Tisch hatte ich nicht reserviert, es ist ja Samstag und wenig los. Innen wurde klar: es ist voll, alles ausgebucht. Aber in der Gaststube direkt an der Theke war noch ein Tisch frei, den wir nehmen konnten. Gemütlich saßen wir auf der Eckbank und konnten Herrn Specht beim Zapfen zusehen. Das Angebot lehnte sich wohl an dem Essen der Gruppen an. Wir hatten Hirschbraten mit Klößen und Rotkohl, es war sehr gut wie immer dort.

Nach dem Essen ging es wieder auf die Räder, gefühlt war es noch kälter als am Vormittag. Ein kalter Fahrtwind kam uns entgegen, da es wieder hinab in Wesertal ging. Kurz vor Gruppenhagen zeigte ein Wegweiser zum Lönskrug, ein weiteres Hotel mit Restaurant. Während der Fußballweltmeisterschaft 2006, als die Mannschaft Frankreichs ihr Quartier im nahen Schloss Schwöbber hatte, warb der clevere Wirt, der mit Vornamen „Ernst“ damit, dass er für die Zeit sein Lokal in „Chez Ernst“ umbenannte. Für die zahlreichen Journalisten, die immer an der Mauer mit Fotoapparaten lauerten, bestimmt eine willkommene Abwechslung.

Hinter Gruppenhagen begann wieder ein straßenbegleitender Radweg. Vorbei an Schloss Schwöbber, dem Schloss des Baron Münchhausen, dass heute als 5 Sternehotel und Sternerestaurant genutzt wird, ging es bis zur B1 in Selxen. Ab hier folgten wir der ehemaligen Bahntrasse Hameln – Barntrup bis zur Weser. Vorbei an der Schleuse Hameln mit Blick auf die Altstadt, radelten wir über die Thiewallbrücke wieder zurück zum Ausgangspunkt.

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